Über Lukas Landl

Nachdem er erst sehr spät mit dem Motorsport begonnen hatte galt Lukas Landl wenig später schon als einer der besten Kartfahrer Österreichs. Er nahm zwei Jahre lang an österreichischen Staatsmeisterschafts-Rennen teil, absolvierte Testfahrten in diversen Formel-Boliden und war auf dem Weg in die Formel 4. Dann allerdings geriet die Karriere ins Stocken. Nun versucht er sich wieder zurückzukämpfen und möchte schon 2020 wieder Rennen fahren.

Lukas Landl ist ein österreichischer Rennfahrer. Geboren und aufgewachsen in der Wintersport-Region Schladming nahm er in seinen jungen Jahren noch an Skirennen teil, bis er schließlich im Alter von 14 Jahren seine Liebe für schnelle Autos entdeckte. Die Begeisterung für den Motorsport wurde ihm bereits in die Wiege gelegt, denn sein Vater, welcher vorwiegend auf zwei Rädern unterwegs war, ist ebenso ein großer Motorsport-Fanatiker wie sein Sohn und begeisterte diesen schon von klein auf für den Sport.

Mit 14 Jahren war Lukas Landl ein Spätstarter im Motorsport. Dies hinderte ihn jedoch nicht daran eine Profi-Karriere anzustreben. Im Alter von 16 Jahren nahm er im Herbst 2015 beim Finale der österreichischen Team-Kartstaatsmeisterschaft (ÖTSM) erstmals an einem Kart-Rennen teil. Ohne jegliche Vorerfahrung in einem Rennkart wusste er von Anfang an zu überzeugen und setzte sich im Qualifikationsrennen für den Hauptbewerb gegen 16 weitere teils erfahrene Kartfahrer durch. Ein 7. Platz im Hauptrennen öffnete ihm schließlich die Tür zu zwei Jahren ÖTSM.

2016 ging es für das erste Rennwochenende ins italienische Bozen, wo Landl sensationell die erste und einzige Podiumsplatzierung des ÖTSM-Neulings Rotex-Bau-Racing einfuhr. Dies blieb auch das Saisonhighlight nachdem man das restliche Jahr nicht mehr an die gebrachten Leistungen des Auftakts anknüpfen konnte. Schließlich wurde das Team nach nur 4 von 5 Veranstaltungen wieder aufgelöst.

2017 fuhr Lukas Landl für das Top-Team KSCM eine weitere Saison in der ÖTSM. Obwohl die Saison von zahlreichen technischen Problemen und Rückschlägen geprägt war, gelang es ihm auf konstantem Niveau starke Leistungen abzuliefern. So duellierte er sich mit ein paar der besten Kartfahrer, nicht nur Österreichs, sondern ganz Europas und stellte somit mehrmals unter Beweis, dass er durchaus das Zeug zum Profirennfahrer hat.

Im Sommer 2017 kam es erstmals zu Gesprächen mit einem Formel 4-Team. Im Herbst pilotierte Lukas Landl erstmals einen Formelrennwagen, als er in der Slowakei beim von Procar-Motorsport organisierten Young-Driver-Test bei einem Formel ADAC-Boliden ins Lenkrad greifen durfte.

Der Weg in den Formelsport schien geebnet, doch dann geriet wegen des Ausbleibens von ausreichend finanziellen Mitteln die Karriere ins Stocken. 2018 nahm Lukas Landl an keinen Rennen, weder im Formelsport noch im Kartsport teil. Dieser Rückschlag hinderte ihn jedoch nicht daran noch einmal bei einem Formel-Boliden ins Steuer zu greifen. So nahm er im Frühling 2018 an einem Rennlizenz-Lehrgang auf dem Pannoniaring (HUN) teil und pilotierte dabei einen Formel Renault 2.0-Rennwagen vom Team Donau Autosport. Das Rennteam war derart von seinen Fähigkeiten begeistert, dass man ihn in Sachen Talent auf dasselbe Niveau von Antonio Pizzonia (Ex-Formel 1-Fahrer) und Richard Lietz (Porsche-Werkspilot), die ebenfalls bei Donau Autosport am Beginn ihrer Karrieren einen Rennwagen pilotierten, einstufte.

Im Herbst desselben Jahres war Lukas Landl noch einmal bei Procar Motorsport zu Gast. Ebenfalls auf dem Pannoniaring nahm er an einem offiziellen Testtag teil und pilotierte dabei erstmals einen Formel 4-Boliden.

Aktuell arbeitet Lukas Landl, nach erfolgreich abgeschlossener Matura an seiner Rückkehr in den Motorsport. Nachdem die Corona-Krise überwunden ist, soll es schnellstmöglich wieder auf die Rennstrecke gehen und dann sollte einer Karriere im Profi-Rennsport nichts mehr im Wege stehen.